Das sind Wir - Der Podcast mit Geschmack

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Das sind Wir -Spaghetti mit Paradeissoße und Fleischbällchen

italienisch - griechisch - österreichisch

07.04.2025 13 min Heimo Probst

Zusammenfassung & Show Notes


Als wir in Süditalien in der Region Sorento in der Stadt Galatina waren, in der die wunderbare Süßspeise Pasticciotto erfunden wurde, aßen wir auch zu Mittag. In einer kleinen Osteria (Mehr über die Gaststättenkultur in Italien findet ihr im Podcast „Das sind wir -Ragú alla Bolognese ohne Spaghetti“) hat Petra sich die Fleischbällchen mit Paradeissoße bestellt. Sie liebt dieses Gericht. Es war auch gut, insbesondere die fluffigen Bällchen. 

Ebenso auf Korfu, in Korfu Stadt, haben wir Fleischbällchen gegessen, die etwas anders aber auch sehr gut geschmeckt haben. (Nachzulesen/-hören in „Das sind Wir-Griechenland, Korfu und richtig gutes Essen“) 

In Österreich gibt es die Fleischlaberl in groß und klein. Klein nenne ich sie faschierte Bällchen. Die Fleischlaberl werden in Österreich mit Erdäpfelpüree gegessen, dazu gibt es ab und an Letscho oder Paradeissoße. Als ich, ist noch nicht allzu lange her, ca. 52 Jahre, im Kindergarten war, waren Fleischlaberl oder Fleischbällchen mit Paradeissoße oder Letscho und Erdäpfelpüree eine in der Woche zweimal wiederholende Mittagsjause. 

Ich habe Paradeissoße, Letscho in Kombination mit Püree erst wieder mit ungefähr 18 Jahren wieder zu essen. Es begann mir sogar zu schmecken. 

Jetzt gehört es zu meinem Repertoire, zu Heimo‘s Küche. 

Beliebt sind die Fleischlaberl auch, wenn sie nur einen Finger dick sind 

Gepriesen sind die Finger von Holzhackern und Stahlarbeitern“ 

 und, egal ob kalt oder warm, mit einem köstlichen Zwiebel-Chili-Ragú  in eine Semmerl / ein Bröt(s)chen (für unsere norddeutschen Freunde) gelegt werden. 

Für Menschen, die nicht wissen oder nur ahnen, was Fleischlaberl sind; also Fleischlaberl sind faschierte Leibchen, Fleischküchle, Frikadelle, Boulette, Bulette, Bratklops, Fleischpflanzerl, Fleischklops, alemannisch Hacktätschli oder Wellklops… 

Das war nur ein Auszug von „Benamungen“, es gibt sicher noch einen Haufen mehr Namen dafür. Nicht einmal in Österreich gibt es eine einheitliche Benennung dieser Speise. 

 
Nun zurück zu den Spaghetti mit Tomatensoße und Fleischbällchen. 

Die Zutaten 

Dauer ungefähr 45 Minuten 

Für 5 bis 6 Personen (oder auch mehr) 

  • 25 dl Milch
  • einen Suppenteller voll gewürfeltes Ciabatta oder Baguette (an besten schon älteres. Ideal hartes Brot los zu werden ohne es wegschmeißen zu müssen. Reste verwerten)
  • einen Faustgroßen gelben Zwiebel fein gewürfelt
  • ungefähr 25 dag Bratwurst enthäutet und faschiert oder mit dem Stabmixer (Häcksler/Zerkleinerer) zerkleinert
  • 50 dag Rinderfaschiertes (am besten beim Fleischhauer/Metzger besorgen)
  • 7 - 10 dag gerieben Parmesan
  • ½ Spitzpaprika fein gehackt
  •  3 - 4 EL gehackte Petersilie (Kann ruhig mit Stängel sein)
  • ½ EL Thymian
  • ½ EL Basilikum (kann ruhig mit Stängel sein)
  • ½ EL Salbei (Kann ruhig mit Stängel sein)
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Zimt
  • ½ Tl geräuchertes Paprikapulver
  • 2 TL Salz für die Soße
  • 1 TL Zucker für die Soße
  • 2 Knoblauchzehn 
  • Salz für das Nudelwasser
  • Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • Salz nach Geschmack für die Fleischbällchenmasse.

Sieht viel aus, aber wenn man das in Ruhe schon vorbereitet. ist es gar nicht mehr so schlimm.
 
...so jetzt aber weiter zur Zubereitung
 
Zubereitung
 
Wir benötigen

1 Pfanne um den Zwiebel anzuschwitzen und auch die Fleischbällchen  herauszubraten. Ich mache sie lieber im Backrohr da braucht man kein Öl. Schmecken tun sie gleich gut.

1 Topf für die Spaghetti

1 Große Teigschüssel für die Fleischmasse


Die Fleischmasse
  1. In die Teigschüssel das Brot, den Thymian und Milch geben
  2. in der Pfanne die Hälfte des Zwiebels und den Petersil sowie den Salbei anschwitzen
  3. Wenn das Brot sich zerdrücken lässt, die Bratwurstmasse und den Parmesan hinzugeben und durchmischen
  4. Den angeschwitzten Inhalt der Pfanne hinzugeben und untermischen
  5. Das Faschierte, den Kreuzkümmel, den Zimt, den geräucherten Paprika dazugeben und durchkneten. Bis alles gut vermischt ist. Abschmecken mit Salz und Pfeffer. (Wer nicht abschmecken möchte, gibt 1 ½ TL Salz und 1 TL geriebenen Pfeffer dazu)
  6. Die Fleischmasse ziehen lassen bis die Soße fast fertig ist
  7. (In der Zwischenzeit die Paradeissoße vorbereiten.)
  8. Backofen auf 180 C° vorheizen (Am besten und schnellsten mit Heißluft)
  9. Aus der Masse kleine oder größere Fleischbällchen rollen und auf das mit Backpapier vorbereitete Backblech geben
  10. Backzeit je nach Größe. Das ist das Los des Kochs, der halt kosten muss, ob es passt.

Die Paradeissoße
 
  1. In der Pfanne die andere Hälfte vom Zwiebeln, den gehackten Spitzpaprika und den gehackten Knoblauch leicht anrösten, sodass vom Zwiebel und vom Knoblauch die feinen Röstaromen in die Nase steigen.
  2. Den Zucker hinzugeben und karamellisieren
  3. die drei Dosen geschälte Paradeiser hinzuleeren und auf unterer Stufe  (3-4) 20 Minuten abgedeckt köcheln lassen.
  4. Am Schluss kurz vor dem Anrichten das gehackte Basilikum dazugeben und unterrühren

Anrichten
 
Zwei große flache Teller (Fleischteller) herrichten. Die Nudel abseihen, Nudel auf einer Fleischgabel aufrollen auf dem Teller senkrecht oder waagrecht platzieren (Können auch Zwei Fleischgabel sein) zwei bis drei Fleischbällchen platzieren, Soße darüber leeren und mit Basilikumzweig verzieren.
 
Dieses Gericht ist ein Versprechen, ein Versprechen, dass jede Zeit, die man mit seinen Freunden und seiner Familie verbringt, eine schöne und genußvolle sein kann.
 
Und für mich, dass ich diese Karwoche und diesen Sommer, mit meiner Petra wieder kulinarische Reisen machen werden werde.
 
Ich hoffe, ihr werdet so viel Spaß und Freude an diesem einfachen, aber köstlichen Gericht haben, wie ich es hatte.
 
Herzlichst
 
Euer Heimo

Italienisch-Österreichisch - Richtig gut:
Als wir in Süditalien in der Region Sorrento waren, aßen Petra und ich in einer kleinen Osteria zu Mittag. Petra bestellte ihre geliebten Fleischbällchen mit Paradeissoße, die wirklich hervorragend und die Bällchen besonders fluffig waren. Auch auf Korfu probierten wir leicht abgewandelte, aber ebenfalls sehr köstliche Fleischbällchen. In Österreich kennt man sie als Fleischlaberl, die man oft mit Erdäpfelpüree und Paradeissoße oder Letscho serviert. Früher, als ich etwa fünf Jahre alt war, gab es Fleischlaberl mit Paradeissoße oder Letscho und Püree fast jede Woche im Kindergarten. Erst mit 18 begann ich, dieses Gericht wirklich zu mögen. Heute gehört es zu meinem festen Küchenrepertoire. Besonders beliebt sind dünne Fleischlaberl, die „Gepriesen sind die Finger von Holzhackern“, die man auch kalt mit Zwiebel-Chili-Ragú in einem Brötchen genießen kann. Fleischlaberl sind faschierte Leibchen, Frikadellen, Bouletten und haben je nach Region viele unterschiedliche Namen. Für das Rezept verwende ich eine Mischung aus Faschiertem, Bratwurst, eingeweichtem Ciabatta, viel frischen Kräutern und Gewürzen wie Thymian, Basilikum, Salbei, Kreuzkümmel, Zimt und geräuchertem Paprika. Ich röste die Hälfte der Zwiebeln mit Paprika und Knoblauch an und koche daraus eine Paradeissoße mit Basilikum. Die Fleischbällchen rolle ich formgerecht und backe sie im Ofen, dabei müssen sie die perfekte Garzeit bekommen. Anschließend richte ich die Spaghetti auf flachen Tellern an, setze die Fleischbällchen darauf und gebe die Paradeissoße darüber. Das Gericht verspricht schöne Stunden mit Familie und Freunden und erinnert mich daran, wie ich mit Petra kulinarische Reisen erlebe.
Ihr findet das Rezept auf meiner Seite: https://das-sind-wir.letscast.fm/episode/das-sind-wir-spaghetti-mit-paradeissosse-und-fleischbaellchen

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